26. Mai 18:00 Sammelaktion auf dem Bundesplatz

Zelte für die Menschen in Idomeni

Seit Monaten harren Tausende Menschen auf der Flucht am griechisch-mazedonischen Grenzort Idomeni aus. Bilder der unmenschlichen Zeltstadt inmitten von Matsch, Stacheldraht und Tränengas gingen um die Welt, doch geändert hat sich nichts. Noch immer stecken diese Menschen in der Perspektivlosigkeit dieser Tristesse. Mit dem Abzug der internationalen Presse schwindet auch das Interesse der Weltöffentlichkeit. Immer wieder zerstört der Wind, der über die Felder peitscht, Zelte und Planen, die als Behausung dienen. Zeigen wir den Menschen in Idomeni, dass wir sie nicht vergessen haben!

Am Donnerstag 26. Mai um 18:00 sammelt Open Eyes Balkanroute Zelte, Planen, Taschenlampen und anderes Campingmaterial auf dem Bundesplatz.

Komm vorbei und zeig dich solidarisch!

Es gibt viele Wege unser Vorhaben zu unterstützen:
-Statte deinem Estrich oder dem deiner Oma einen Besuch ab und schau, ob dort nicht noch ein Zelt rumgammelt, das momentan wo anders besser eingesetzt werden kann.
– Mal dir den 26. Mai ganz dick in die Agenda ein!
– Lade deine Freund_innen auf Facebook und im real live ein
– Teile die Veranstaltung
– Teile das Bild (im Anhang oder auf der Webseite)
– Druck es aus und verteil es in deiner Nachbar*innenschaft / deiner WG / auf der Arbeit / im Sportverein / beim Jassclub oder deinem Nordic-Walking-Action-Team

Gemeinsam machen wir daraus eine eindrückliche Sammelaktion!

Hier gehts zur Veranstaltung…

 

Sammelaktionauf dem Bundesplatz (PDF Druckversion)

Mit offenen Augen in Trieste

„They think we are not people, they think we came out of water.“

Mit offenen Augen konnten wir uns heute davon überzeugen, dass entgegen der Behauptungen lokaler Medien und Autoritäten nach wie vor mindestens 200 Menschen in den Silos von Triesteunter den unwürdigsten Bedingungen leben. Die Menschen die wir trafen stammen hauptsächlich aus Pakistan und Afghanistan und haben Monate bis Jahre der Flucht hinter sich. Viele sind Opfer des Dublin-Verfahrens und Rücknahmeabkommens mit Afghanistan und wurden aus Deutschland und Großbritannien deportiert. Manche haben so bereits eine zweite Flucht aus ihrer Heimat hinter sich. Die gesundheitliche Lage ist prekär. Selbst bei offensichtlichen Notfällen wird keine medizinische Hilfe durch die offiziellen Behörden gewährleistet. Die improvisierten Zelte sind weder wind- noch wasserfest. Bis zu sechs Männer „wohnen“ so auf ungefähr 9qm. Und während die Temperaturen fallen, steigt die Nervosität. Wir konnten viele, aber bei weitem nicht Alle, mit Winterkleidung und Schuhen versorgen. Anscheinend gibt es keine lokale Solidarität von italienischer Seite und die Geflüchteten beklagen den offenen Rassismus, sei es durch Anwohner*Innen, Behörden oder sogar durch karitative Organisationen. So serviere die Caritas beispielsweise Schweinefleisch an die überwiegend muslimischen Asylsuchenden. Diese Menschen scheinen Vergessen.
Auf Grund des polizeilichen Drucks und der Illegalisierung des Ortes, wird davon abgeraten selbstständig dort hin zu fahren. Auf Wunsch können wir aber den nötigen Kontakt herstellen.Ernüchternd müssen wir feststellen, dass wir zwar punktuelle Hilfe leisten können, bei der strukturellen Ausgrenzung aber machtlos sind. Die Situation in Trieste zeigt exemplarisch die Konsequenzen der herrschenden Verhältnisse, in denen der Wert eines Menschen von seinem Nutzen abhängt.
Wir werden die nächsten Tage noch weitere Orte in Slowenien und Italien besuchen. Nach unseren Informationen ist die Situation in Trieste verglichen mit anderen Orten noch „gut“…..

„They think we are not people, they think we came out of water.“

We went to #Trieste today and convinced ourself, that contrary to the official statement by local medias and authorities there are still at least 200 people in the silos, living under the most unworthy conditions. The People we`ve met are mainly from Pakistan and Afganistan and have been fleeing for years. Many are victims of the Dublin-regulation and the revocation-agreement with Afganistan and were deported from Germany and Great Britain. Thus many have already fled a second time from their homes. The health situation is precarious. The official authorities do not provide the needed medical support, even in obvious emergencies. The improvised tents are neither wind- nor waterresistant. Up to 6 men live on approx.. 9sq. While the cold is coming, nervousity rises. We were able to distribute winter clothing to many but not to all of them. Apparently there is no local solidarity from the italian site and the refugees are deploring the racist structures. Even the Caritas would serve pork to the muslim Asylym-Seekers. Those people seems to be forgotton.
Due to the pressuring police and the illegalisation of this place, it is not recommended to go there on your own. We can give the contacts if you want to connect.We had to realise, that even if we could help in some points, we remain powerless facing the structural exclusion. The situation in Trieste is exemplary for the consequences of the dominating conditions, in which the value of a human depends on his or her utility.
We`ll keep on visiting more spots around Slovenia and Italy. According to our information the situation in Trieste is still „good“, compared to other places…