Tag der offenen Tür – Flohmi

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So. 03. Juni 2018 ::: 10:00 – 16:00

Sonnenweg 15, 3098 Köniz (Sonnenhaus) ::: Komm vorbei und lass dich über die Projekte für Geflüchtete Menschen informieren:

  • Deutschkurse
  • Näh- und Bastelatelier
  • Kinderzimmer
  • IT Unterricht
  • Wohnungssuche
  • Allgemeine Hilfe

Schlendere durch den hausinternen Flohmi, welcher mit zahlreichen Kleidungsstücken und sonstigen Gegenständen bestückt ist, die wir nicht in die Camps schicken können. Geniesse musikalische Unterhaltung und lösch deinen Durst an unserer kleinen SpendenBar.

Wir  freuen uns auf deinen Besuch. Hast Du Sachspenden, die du mitbringen möchtest? Wir sind da und nehmen auch Sachspenden entgegen.

100 Meter neben dem Bahnhof Köniz – 20 Meter neben der Bushaltestelle. Parkplätze sind beim Haus keine vorhanden. Blaue Zone nutzen.

 

Klassik im Dachstock – „Barock Edition“ – Soli für Open Eyes

So. 10. Jun. 2018, 19h

Dachstock Reitschule, Neubrückstrasse 8, Bern ::: Tickets ab 25.- (Petzi)

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Sarah Widmer, Mezzosopran
Lisa Läng, Sopran
Laura Schiemann, Sopran
Ruben Monteiro, Bariton
Lee Stalder, Cembalo

Orchester Campo fiorente
Vokalensemble Suppléments musicaux
Moritz Achermann, Leitung

Rund sechzig KünstlerInnen werden den Dachstock in ein Opernhaus verwandeln. Und das Ganze für einen guten und wichtigen Zweck: Der gesamte Erlös fliesst an OPENEYES und die von ihnen unterstütze Projekte für Geflüchtete um Afrin, Rojava.

Wer auch ohne Konzert für die Projekte spenden möchte, vermerke bitte bei der Einzahlung „Afrin“ auf PC: 61-499563-0 // IBAN: CH02 0900 0000 6149 9563 0

Krieg in Afrin

Afrin (kurd. Efrîn) liegt in der syrischen Provinz Aleppo im Bezirk Afrin, rund 65 Kilometer nordwestlich von Aleppo. Im Verlauf des Bürgerkriegs gab die syrische Regierung die Kontrolle über die Regionen an der Nordgrenze auf; vielerorts wurde sie daraufhin von lokalen kurdischen Kräften übernommen. 2013 beschloss die «Partei der Demokratischen Union» (PYD) gemeinsam mit weiteren Kleinparteien im Norden Syriens eine Übergangsverwaltung aufzustellen. 2016 wurde die Demokratische Föderation Nordsyriens (Rojava) ausgerufen.

Afrin ist einer von drei Kantonen der Demokratischen Föderation Nordsyriens (Rojava). Die Föderation steht für eine selbstverwaltete, demokratische Gesellschaft, die auf den Prinzipien eines religiösen und politischen Pluralismus und der Geschlechtergerechtigkeit beruht. Diese beeindruckende und im Nahen Osten dringend notwendige Demokratiebewegung ist in ihrer Existenz bedroht. Da der Kanton Afrin bis 2017 von kriegerischen Auseinandersetzung grösstenteils verschont geblieben ist sowie aufgrund der Nähe zur Metropole Aleppo, hatten sich zahlreiche Binnenflüchtlinge verschiedener Ethnien und Religionen in und um Afrin niedergelassen. Im Frühling 2017 waren in Afrin rund 300’000 Flüchtlinge registriert, dies bei einer Gesamtbevölkerung von nicht einmal einer halben Million.

Am 20. Januar 2018 hat die Türkei den lange befürchteten Angriff auf die rund 2000 km² grosse Region Afrin gestartet. Bereits am ersten Tag waren 72 türkische Kampfjets und zahlreiche schwere Waffen des Nato-Lands an den Angriffen beteiligt. Zu den Bodentruppen der türkischen Armee gehören nicht nur die türkischen Soldaten – teils in deutschen Panzern –, sondern auch die mit ihr verbündeten islamistischen syrischen Milizen (u.a. ehemalige Al-Qaida- und IS-Kämpfer). Der Angriff richtet sich gemäss türkischer Regierung gegen die Volks- und Frauenverteidigungseinheiten (YPG beziehungsweise YPJ), unter deren Schutz die mehrheitlich von Kurdinnen und Kurden bewohnte Region bislang vom Krieg verschont geblieben ist. Die YPG, die das Militärbündnis der Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) anführt, ist zudem die bisher vom Westen unterstützte und führende Kraft im Kampf gegen den IS.

Ohne Erlaubnis der Grossmächte wären die Angriffe nicht möglich gewesen. Am ersten Tag der türkischen Angriffe auf Afrin hatten sich russische Militärbeobachter aus der Region zurückgezogen, um «Leben und Gesundheit der russischen Soldaten keinem Risiko auszusetzen», wie das russische Verteidigungsministerium verlauten liess. Moskau wolle Afrin so zur Unterordnung unter das Regime in Damaskus zwingen, hiess es dagegen aus YPG-Kreisen.

Aus dem Nato-Kommando kam bislang kein Stopp-Signal, kein Einspruch, nicht einmal Kritik an den Einsätzen – nur Schweigen. Es wird immense Rücksicht auf das Nato-Mitgliedsland Türkei genommen. Auch aus der EU und der Schweiz ist nur wenig Kritik an der Invasion des Nato-Bündnispartners in Afrin zu hören. Zu gross ist offenbar die Angst, den türkischen Herrscher zu verärgern. Erdogan droht seit langem und offensichtlich erfolgreich damit, die Grenzen für syrische und afghanische Kriegsflüchtlinge in Richtung Europa zu öffnen. Die Invasion der Türkei ist eine eindeutige Verletzung staatlicher Souveränität und darf somit von der Internationalen Staatengemeinschaft nicht schweigend hingenommen werden.

Nach wochenlanger Bombardierung hat die türkische Armee in Zusammenarbeit mit islamistischen Milizen grosse Gebiete im Kanton Afrin besetzt. Zahlreiche zivile Einrichtungen wie z.B. das Spital in Afrin wurden zerstört. In Syrien und besonders in Rojava löst der Angriff der Türkei und der verbündeten Islamisten Angst vor einem weiteren Völkermord wie desjenigen an den Jesid*innen aus. Gegen 300’000 Menschen sind aus Angst vor den Bombardierungen und vor einer ethnischen Säuberung geflohen und sind nun von der Umwelt abgeschnitten. Die geflüchteten Menschen aus Afrin stehen vor einer humanitären Katastrophe. Wo sie früher gelebt haben, überführt die Türkei nun syrische Flüchtlinge aus der Türkei zurück nach Syrien.

26. Mai 18:00 Sammelaktion auf dem Bundesplatz

Zelte für die Menschen in Idomeni

Seit Monaten harren Tausende Menschen auf der Flucht am griechisch-mazedonischen Grenzort Idomeni aus. Bilder der unmenschlichen Zeltstadt inmitten von Matsch, Stacheldraht und Tränengas gingen um die Welt, doch geändert hat sich nichts. Noch immer stecken diese Menschen in der Perspektivlosigkeit dieser Tristesse. Mit dem Abzug der internationalen Presse schwindet auch das Interesse der Weltöffentlichkeit. Immer wieder zerstört der Wind, der über die Felder peitscht, Zelte und Planen, die als Behausung dienen. Zeigen wir den Menschen in Idomeni, dass wir sie nicht vergessen haben!

Am Donnerstag 26. Mai um 18:00 sammelt Open Eyes Balkanroute Zelte, Planen, Taschenlampen und anderes Campingmaterial auf dem Bundesplatz.

Komm vorbei und zeig dich solidarisch!

Es gibt viele Wege unser Vorhaben zu unterstützen:
-Statte deinem Estrich oder dem deiner Oma einen Besuch ab und schau, ob dort nicht noch ein Zelt rumgammelt, das momentan wo anders besser eingesetzt werden kann.
– Mal dir den 26. Mai ganz dick in die Agenda ein!
– Lade deine Freund_innen auf Facebook und im real live ein
– Teile die Veranstaltung
– Teile das Bild (im Anhang oder auf der Webseite)
– Druck es aus und verteil es in deiner Nachbar*innenschaft / deiner WG / auf der Arbeit / im Sportverein / beim Jassclub oder deinem Nordic-Walking-Action-Team

Gemeinsam machen wir daraus eine eindrückliche Sammelaktion!

Hier gehts zur Veranstaltung…

 

Sammelaktionauf dem Bundesplatz (PDF Druckversion)

Türkei: Ein sicherer Herkunftsstaat?

Fr. 15.01.2016 19h Volkshaus Zürich

Do. 21.01.2016 19h Kornhausforum Bern

Nicht erst seit der sogenannten Flüchtlingskrise gilt das NATO-Mitglied Türkei für den Westen als Schlüsselstaat in der konfliktbehafteten Region. Trotz gravierender Menschenrechtsverstösse, bewusst provozierter Eskalation – bis hin zur Unterstützung des IS – setzt die Europäische Staatengemeinschaft auf die türkische Regierung unter der Führung Erdoğans und diskutiert aktuell die Türkei als »sicheren Herkunftsstaat« zu deklarieren. Dies ist eine der Forderungen der Türkei an die EU, um in der »Flüchtlingsfrage« Europa entgegen zu kommen.

Im Oktober reisten u.a. zwei Delegationen aus der Schweiz in die kurdisch besiedelten Gebiete der Türkei, in denen seit den ersten Wahlen im Juni 2015 ein regelrechter Krieg gegen die Zivilbevölkerung geführt wird. Nach der mehrtägigen Ausgangssperre in Cizre reiste eine Delegation von Menschenrechtsbeobachter_innen und Journalist_innen in das Gebiet nahe der syrischen Grenze. Eine weitere Delegation nahm an der internationalen Wahlbeobachtung vom 1. November 2015 in Kars und Ardahan an der Grenze zu Georgien teil.

Teilnehmende beider Delegationen, sowie Vertreter_innen der kurdischen Bevölkerung in der Schweiz, erzählen von ihren Erlebnissen und gehen der Frage nach, ob die Türkei ein sicherer Herkunfts- oder Drittstaat betrachtet werden kann.

Zudem werden Bilder des Fotografen Manu Friederich ausgestellt und zum Verkauf angeboten. Der Erlös dient der Finanzierung zukünftiger Recherche und Delegationsreisen. Eintritt: Kollekte

Eine Veranstaltung von OpenEyes! Balkanroute und den Demokratische Juristinnen und Juristen Schweiz DJS.