Mobile Krankenstation für Afrin (SYR)

Der 3.5T Bus „Gammler“ war im letzten Jahr an verschieden Orten entlang der Balkanroute im Einsatz. Erst betrieb OpenEyes darin eine mobile Küche entlang der Balkanroute / Samos, später würde er als einfache mobilen Arztpraxis an verschiedenen Orten in Griechenland eingesetzt.

Inland - Gammler

Ziel ist es nun, den Gammler fit für seinen nächsten Einsatz zu machen. In der Region Afrin (Rojava, Nordwest Syrien) wird er hoffentlich bald als mobile Krankenstation die von SyriAid finanzierten Projekte im Gesundheitsbereich perfekt ergänzen. Dafür muss der Bus aber erst einem gründlichen Service unterzogen werden, sowie mit allem nötigen Ausgerüstet werden. Ebenso ist es das Ziel von OpenEyes und SyriAid, den Betrieb vor Ort längerfristig zu finanzieren.


Region Afrin

Afrin (kurd. Efrîn) liegt in der Provinz Aleppo im Bezirk Afrin, circa 65 Kilometer nordwestlich von Aleppo. Die Lage in der Region, welche vorwiegend von Kurden bewohnt wird, ist äußerst angespannt. Soweit es die Situation zulässt, besuchen wir die jeweiligen Projekte auch persönlich.

0a5fd3_caa9347b0ac042a2b000fccd31968ae2~mv2_d_1944_1716_s_2Da der Bezirk bisher von kriegerischen Auseinandersetzung grösstenteils verschont blieb, sowie aufgrund der Nähe zu der Metropole Aleppo, haben sich zahlreiche Binnenflüchtlinge in und um Afrin niedergelassen. Schätzungen gehen aktuell von mehreren hunderttausend Flüchtlingen aus, dies bei einer Gesamtbevölkerung von nicht einmal einer halben Million. Seit den vermehrten Angriffen auf Aleppo und den geschlossenen Grenzen zur Türkei, hat sich die Situation nochmals merklich verschärft.

Ohne Titel 2Die Versorgung der Bevölkerung mit zivilen Gütern ist aber äußerst problematisch. Im Norden hat die Türkei die Grenze komplett geschlossen, von Süden her kommt es immer wieder zu Angriffen durch islamistische Gruppierungen wie der Al-Nusra-Front (Fatah asch-Scham). Die Region ist deshalb nur noch sehr schwer zugänglich.

 


bestehende Projekte im Gesundheitsbereich

Spital Afrin

Das Spital in Afrin ist das Einzige in der Region, welches den Betrieb mehr oder weniger Aufrecht erhalten konnte. Die Ärzte sind aufgrund dessen aber mit verschiedenen  Problemen konfrontiert (wesentlich höhere Anzahl an PatientInnen, Beschaffung Medikamente, usw.). SyriAid unterstützt das einzige noch existierende Spital im Bezirk Afrin seit mehreren Jahren teils mit Hilfsgüter, teils finanziell. Mit den Verantwortlichen stehen wir regelmäßig in Kontakt.

International - Syrien Krieg

Gesundheitszentren Afrin

Nach Ausbruch des Krieges mussten sämtliche 16 regionale, ehemals staatliche Gesundheitszentren, aufgrund fehlender finanzieller Mittel geschlossen werden. Des weiteren haben in Folge der Kriegswirren zahlreiche Ärzte das Land verlassen. Initiiert von den Ärzten des Spitals in Afrin und in Zusammenarbeit mit der kurdischen Verwaltung wird versucht, einige dieser Gesundheitszentren in den Dörfer rund um die Stadt, wieder in Betrieb zu nehmen. Somit kann einerseits das Spital entlastet werden, anderseits müssen die Patienten für kleinere Behandlungen nicht mehr den weiten, oft gefährlichen Weg nach Afrin gehen.


Einsatz der mobilen Krankenstation in Afrin (SYR)

Damit der Bus vor Ort sinnvoll eingesetzt werden kann, ist voraussichtlich mit Kosten von rund 15’000.- zu rechen:

  • Reparaturen, Prüfung, Entschädigung Übernahme Bus
  • Einbau Klimaanlage und Heizung
  • Vorzelt- /Bau, Warteraum
  • Transfer CH – TUR, TUR – SYR (Afrin)
  • Vorhang / Sichtschutz, Treppe

Zusätzlich benötigte Ausrüstung (möglichst gratis CH):

  • Kühlschrank (Transport Medikamente)
  • 2 Patiententrage
  • Grundausstattung für kleiner Behandlungen / Operationen
  • ärztliche Untersuchungsgeräte

wie wird der Bus eingesetzt

Die Gesundheitsdirektion in Afrin (Dr. Khalil Sino), hat ergänzend zu den bestehenden Angeboten, primär den Einsatz an den Schulen im Kanton Afrin vorgeschlagen:

  • medizinische Beratung, Schulung und Informationsmaterial an den Schulen verteilen
  • Routine Untersuchungen
  • Impfungen
  • Einrichten einer kleinen Apotheke an den Schulen (Erste Hilfe)

Aktuell sind in der Region rund 300 Schulen in Betrieb. Mehrere Schulen an der Grenze zur Türkei, müssen zur Zeit wegen vermehrte Angriffen durch das türkische Militär, aus Sicherheitsgründen geschlossen bleiben.

Kosten zum Abwechselnden Besuch aller Schulen: CHF 4000.- / monatlich

  • Einsatz und Unterhalt des Fahrzeug
  • sämtliche einfacheren Medikamente / Impfungen
  • Löhne Personal (jeweils anwesend: Zahnarzt*in, Kinderarzt*in, Krankenpfleger*in, Kinder Psychologi*in)

Informationen und Kontakt

Mail / Fragen

Möchten Sie gezielt für dieses Projekt Spenden – bitte bei der Einzahlung „Gammler“ vermerken.

PC: 61-499563-0 /// IBAN: CH02 0900 0000 6149 9563 0

Das ganze Projekt als PDF


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